|
|
|  |
VerbandDie Gewinner und Verlierer in der GetränkeindustrieDie Getränkeindustrie ist eine jener Branchen, die von der Krise praktisch unberührt bleiben. Wirklich stark schlägt sich hier nur ein Faktor nieder, und das ist schlicht und einfach das Wetter. Abseits davon wirken sich Einflüsse wie Zeitgeist oder gesunde Ernährung auf die Absätze aus. Wer sind nun die Gewinner und Verlierer in der Getränkeindustrie in den letzten Jahren? In der Bier- und Wein-Nation Österreich liegt ein Getränk mit Abstand auf Platz eins: Mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 152 Litern hängt der Kaffee alle anderen Getränke klar ab. Der Konsum ist laut Helmut Grafinger, Geschäftsführer des Österreichischen Kaffee- und Teeverbands, über die letzten Jahre stabil: „Mit acht Kilo Kaffeeverbrauch sind wir Europameister und trinken mehr als die Italiener, Franzosen und Deutschen." Durch die Kaffeekapsel-Maschinen steige der Umsatz. Der Bierkonsum hat mit 106,4 Litern 2009 eine ordentliche Delle bekommen, liegt aber im langjährigen Durchschnitt bei 108 bis 109 Litern, was den Vizeeuropameister-Titel hinter den Tschechen bedeutet. Das Minus von 2,3 Prozent auf 8,9 Millionen Hektoliter ist laut Markus Liebl, Obmann des Verbands der Brauereien, auf die Fußball-EM 2008 zurückzuführen". Allein der Bierkonsum bringe dem Staat 1,4 Milliarden an Steuern.
Rückgang beim Wein Einen leichten Rückgang stellt Heinrich Werner, Zuständiger für Controlling und Statistik im Lebensmittelverband, beim Wein fest, der 2008 bei 28,9 Liter hielt. Genaue Zahlen für 2009 gibt es ab Juni. Das Plus bei Limonaden ergibt sich durch den anhaltenden Trend zu Wellness-Getränken: „Hier gibt es die stärksten Zuwächse", sagt Werner. Bei Mineralwasser seien die Zahlen zwar in den letzten beiden Jahren rückläufig gewesen, laut Werner sollten sie aber in den nächsten Jahren „in einem guten Trend liegen". Ein weiterer Einflussfaktor macht sich bei den Spirituosen bemerkbar: Der Arm des Gesetzes verdirbt dem einen oder anderen Autofahrer den Griff zum Schnapsglas: „Wer beim Essen schon ein Bier getrunken hat, der verzichtet aus Sicherheitsgründen auf den Schnaps", sagt Bruno Mayer, Geschäftsführer des Verbandes der Spirituosenindustrie. Das Problem" sei, dass die Messgeräte der Polizei immer sensibler werden. Der langjährige Durchschnitt liege bei 1,4 Litern pro Kopf und Jahr und dürfte stagnieren.
Quelle: Wirtschaftsblatt, 17.02.2010
|
|
|
|
|
|
|