Vielfalt des Tees
Tee kommt aus allen Erdteilen und hat je nach Lage und Anbaugebiet bereits eine Vielfalt an Geschmacksvarianten. Aber auch die Verarbeitung führt zu einer Vielfalt an Sorten wie Schwarzer oder Grüner Tee, Oolong oder Puerh tee.
Beispiele:
Darjeeling (Indien)
Der Darjeeling-Tee gedeiht an den
südlichen Ausläufern des Himalaya-Gebirges in Höhen bis zu 2.500 Metern
- eine helle, leichte, blumige Teesorte, die sich durch ihr liebliches
und dennoch intensives Aroma auszeichnet.
Klimabedingt gibt es auf den Darjeeling-Plantagen
drei Haupterntezeiten: die Frühlingspflückung (first flush),
Sommerpflückung (second flush) und Herbstpflückung (autumnals). Der
first flush ist besonders zart, hell, duftig und etwas grünlich im
Aufguss. Der second flush ist dagegen kräftiger in der Tasse und
abgerundeter im Geschmack, außerdem länger haltbar. Nicht ganz so
kräftig wie der second flush sind die Herbst-Tees aus Darjeeling. Sie
sind ausgereift und vollmundig, leicht im Geschmack und durch eine
weiche, gelb-rötliche Tassenfarbe gekennzeichnet.
Assam (Indien)
Dieses grösste zusammenhängende Teeanbaugebiet der Erde liegt in
Nordost-Indien, an der Grenze zu Myanmar, dem ehemaligen Birma.
Assam-Tee ist kräftig, voll, rund, ausgewogen, malzig und hat eine
dunkel rotbraun leuchtende Tassenfarbe. Assam-Tee ist meistens die
Grundlage für Mischungen, die man gerne mit Milch genießt.
Ceylon (Sri Lanka)
Der Tee aus Sri Lanka, im Handel immer noch Ceylon genannt, hat einen
frisch-aromatischen, spritzig-lebhaften Geschmack mit einer ganz
besonderen, eleganten Milde. Farblich liegt er zwischen Darjeeling und
Assam. Der Fachmann sagt: "Er steht golden in der Tasse".
Kenya
Dieser afrikanische Staat am Äquator ist derzeit der größte Exporteur von Tee. Kenya produziert fast ausschließlich mit modernsten Methoden (CTC) Schwarztee. Kenya Tee ist kräftig in Farbe und Geschmack, sehr ausgiebig und verträgt sich gut mit Milch. Der größte Teil der Ernte geht nach England aber auch in der übrigen Welt findet sich in den meisten Teebeuteln Kenya Tee als Basis von Mischungen.
Oolong (Taiwan, China)
Ein Geschmackserlebnis der besonderen Art vermittelt der aus Taiwan und
China stammende Oolong-Tee. Hierbei handelt es sich um einen
halbfermentierten Tee, d.h. dass bei seiner Herstellung die frischen
Teeblätter nur am Rand fermentieren. Diese Methode ist sehr aufwendig,
aber die Mühe lohnt sich. Je nach Qualität reicht die Geschmacksskala
von malzig-brotig bis fruchtig-duftig, im Aroma an reife Pfirsiche
erinnernd. Die Tassenfarbe wechselt von bernsteingelb bis tieforange.
Sencha (Japan)
Sencha, ein grüner Tee, ist die meistgetrunkene Teesorte in Japan. Ihr
wichtigstes Anbaugebiet ist die Provinz Shizuoka, die am Fuße des
heiligen Berges Fudschijama liegt. Darüber hinaus wird grüner Sencha
auch in Taiwan und China produziert. Während der japanische Sencha
einen aromatischen Hauch von Süße verbreitet und duftig-leicht im
Geschmack ist, vermittelt der chinesische Sencha den Geschmack von
frischem Heu, leicht und aromatisch. Der Aufguss ist gelblich-grün.
Generell lässt sich festhalten: je dunkelgrüner die Blätter, desto
besser der Tee.
Puerh Tee (China)
Ist eine Teespezialität, die auf geheim gehaltene Weise nachfermentiert und speziell gelagert wird, sodass sich Edelschimmel anlagert. Je älter, desto besser und teurer werden für diesen Tee hohe Preise bezahlt.
Puerh Tee, der dunkelrot bis rotbräunlich in der Tasse steht, werden neben den guten Teeeigenschaften besondere gesundheitliche Fähigkeiten zugesprochen. Er gilt in China als der "gesunde Tee".