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Verband SCHWARZTEE
Als Grundlage fast aller Teekulturen der Welt gilt heute die Teepflanze
mit dem Namen „Assamhybride“, eine Kreuzung der beiden Ur-Teepflanzen
„Camelia sinensis“und „Camelia assamica“. Die „Assamhybride“ gehört zur
Gattung der Kameliengewächse und ist fein, wiederstandsfähig und sehr
aromatisch. Aus ihr werden zum Beispiel die bekannten Teesorten Earl
Grey, Darjeeling, Ceylon und Assam gewonnen.
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| Wie beim Wein
entscheidet über die Qualität eines Schwarzen Tees nicht nur die Pflanze
selbst, sondern auch die Lage, in der sie wächst. Als besonders
aromatische, feine Tees werden Darjeeling Herkünfte geschätzt.
Darjeeling liegt im Norden Indiens zu Füßen des Himalaya-Gebirges.
Für das Wort „Tee“ gibt es je nach Sprache unterschiedliche Bezeichnungen. In der deutschen Sprache wird Tee sowohl für Kräuter- und Früchte-, als auch für Schwarztee gebraucht. Unterschiede bestehen in Englisch: Mit „tea“ wird ausschließlich Schwarztee bezeichnet, „infusion“ steht für Kräuter- und Früchtetee.
Bei der traditionellen Produktion von Schwarztee durchlaufen die Teeblätter fünf Stufen:
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• Welken |
– um überschüssige
Feuchtigkeit auszutreiben.
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• Rollen:
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Während des Rollens werden die Blätter aufgebrochen, womit der 3.
Verfahrensschritt ausgelöst wird |
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• Fermentation:
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Die Blätter werden zur Oxidation /
Fermentation in einem „Fermentierraum“ bei einer Temperatur von rund 26
Grad C ausgebreitet. Fermentation bezeichnet den Prozess der Gärung des
Pflanzenzellsaftes. |
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• Trocknen |
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• Sortieren und
Verpacken: |
Nach der Trocknung des Tees erfolgt die Aussiebung nach Blattgrößen, auch Blattgrade genannt. |
Bei Grüntee findet im Unterschied zu Schwarztee keine Oxidation statt.
| CTC- Produktion steht für Crushing (Zerbrechen), Tearing (Zerreißen) und Curling (Rollen) . Bei dieser modernen, in großen Produktionswerken angewandten Methode werden die Teeblätter nach dem Welken in einem Arbeitsgang maschinell zerbrochen, zerrissen und gerollt. Danach erfolgen Oxidation, Trocknung und Sortierung. Produziert werden nach dieser Methode Tees für die Verwendung in Teebeuteln.
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Anbauregionen und Sorten Schwarzer Tee wird in den meisten bekannten Teeanbauländern hergestellt. Je nach Kultur und Geschichte überwiegt der Anbau von entweder Schwarzem oder Grünen Tee. Indien, Ceylon, afrikanische und südamerikanische Länder stellen hauptsächlich Schwarzen Tee her, wohingegen China überwiegend und Japan ausschließlich Grünen Tee herstellen.
Indien: - Assam: ist eine Verwaltungsregion im Nordosten Indiens und das größte zusammenliegende Teeanbaugebiet der Welt. Hier fand man 1823 einheimische Teekulturen, die camellia assamica. Assamtee wird auch heute fast ausschließlich aus dieser Pflanze gemacht. Er ist kräftig im Geschmack. - Darjeeling: Einige Tees aus Darjeeling gehören zu den besten Teesorten der Welt. Die Pflanzen wachsen auf einer Höhe von 800-2.000 Metern, wobei die besten Tees meist aus den hochgelegenen Teegärten kommen.
Nepal: Die Teegärten Nepals liegen im östlichsten Distrikt des Landes, das an Darjeeling grenzt, was sich auch am leichten, frischen Geschmack bemerkbar macht.
Sri Lanka ( Ceylon ) In Sri Lanka, dessen Tee immer noch unter dem Namen Ceylon-Tee verkauft wird, gibt es 3 Haupt-Anbaugebiete: Dimbula, Uva, Nuvara Eliya. Die Pflanzen wachsen auf Höhen zwischen 1.500 und 2.200 Meern, wobei die höheren Lagen bevorzugt werden wie in Darjeeling.
Afrika: In afrikanischen Anbauländern wie Kenia, Ruanda, Malawi, Kamerun, Südafrika und Tansania wird überwiegend schwarzer Tee nach dem CTC-Verfahren geerntet und vor allemfür Teebeutel und Mischungen verwendet. Kenia ist der drittgrößte Produzent weltweit mit einer Produktion von etwa 370.000 Tonnen, wovon 95% exportiert werden.
China: Anhui, Anbaugebiet für die Keemun Tees. Yunnan, Herkunft der kräftigen Tees aus dem Süden Chinas. Auch der PuErh stammt aus der Provinz Yunnan.
Südamerika: Die Länder Brasilien, Argentinien und Ecuador produzieren überwiegend für den nordamerikanischen Markt.
Türkei Schwarzer Tee wird im Nordosten des Landes angebaut.
Aromatisierte Schwarztees – dabei wird der Tee mit unterschiedlichen Aromen angereichert. Einer der bekanntesten aromatisierten Schwarztees ist der Earl Grey: Earl Grey ist ein mit Bergamotte-Aroma aromatisierter Tee. Sein Name geht auf den zweiten Earl of Grey zurück, dem gemäß Legenden das Rezept von einem Teehaus eigens kreiert wurde.
Teekonsum Tee ist nach Wasser weltweit das am meisten konsumierte Getränk. Um den weltweiten Bedarf an Tee zu decken, werden jährlich rund 3,8 Millionen Tonnen Tee geerntet. Ab 1952 bis 1998 waren die regelmäßigen Auktionen der Londoner Tea Exchange der wichtigste Umschlagplatz für Tee in Europa. Heute wird Tee in Börsen in den Produktionsländern gehandelt. Darunter finden sich Städte wie Kalkutta, Colombo und Mombasa.
Inhaltsstoffe Die wichtigsten
Bestandteil in Schwarz- wie auch Grüntee sind Koffein ( früher auch
Thein genannt) und die Gerbstoffe ( Tannine ) . Der Koffeingehalt
variiert abhängig von der Sorte, Lage wie auch Verarbeitung und der
Zubereitung. Das Koffein im Tee stimuliert langsam aber nachhaltig.
| | Die Tannine (anstatt Gerbstoffe) im Tee wirken beruhigend und wohltuend auf den Verdauungstrakt. Ebenfalls stimuliert Tee, der nur kurz gezogen hat, das zentrale Nervensystem. Je länger die Ziehdauer, desto größer der Gehalt an Gerbstoffen und desto beruhigender die Wirkung auf Magen und Darm.
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